Zur Situation bei der S-Bahn

Seit Monaten nehmen die Störungen und Ausfälle bei der S-Bahn dramatisch zu: Sanierungsbedarf, Hitzestress, alternde Fahrzeuge und Personalmangel haben den Betrieb allein in dieser Woche schon auf 75% der Linien zwischenzeitlich lahmgelegt. In einer Stadt, in der zwei Drittel der Menschen kein Auto besitzen, gehört die S-Bahn zu den essentiellen Lebensadern. Da ist von der zuständigen Senatorin zu erwarten, dass sie das Problem löst, anstatt immer wieder Debatten über Magnetschwebebahnen zu starten.

Dass Verkehrssenatorin Bonde diese Situation nun mit dem Krisentreffen endlich anerkennt, ist natürlich gut. Das Ergebnis fällt dennoch mager aus: Es werden jetzt zwar ad hoc ein paar Notpflaster aufgeklebt, nicht aber die dringend nötigen Investitionen in Aussicht gestellt. Das ist Symptombehandlung und keine Ursachenbekämpfung! Mit einer echten Entlastung für die Fahrgäste ist auch nach diesem Treffen nicht zu rechnen. So bekommt Bonde die Probleme nicht in den Griff und die Berliner*innen werden weiter am Bahnsteig stehen gelassen.